Moltke Haus

Wohnstätte für Jugendliche und junge Erwachsene mit Autismus und geistiger Behinderung

Steinstraße 98a
14480 Potsdam

Routenplaner (öffnet in neuem Fenster)

Betreuerin beim Musikunterricht mit einem Bewohner

Das Moltke – Haus ist eine Wohnstätte im Verein Oberlinhaus mit insgesamt 10 Plätzen für Jugendliche und junge Erwachsene mit Autismus und geistiger Behinderung.

Wir befinden uns auf dem Gelände des Berufsbildungswerkes (BBW) in  Potsdam Babelsberg. Durch die günstige Ausrichtung des Objektes besteht ein Lebensraum, der viel Bewegungsfreiheit in der angrenzenden Parforceheide ermöglicht. Es verfügt über eine gute Verkehrsanbindung nach Potsdam und Berlin.

Das Haus ist den Bedürfnissen von Menschen mit Autismus angepasst und räumlich klar strukturiert: zwei Wohngruppen (á 5 Bewohner) mit jeweils einem Gemeinschaftsraum und einer separaten Küche. Außerdem befinden sich im Haus zwei Funktionsräume, in denen mittels Raumteilern individuelle Arbeits-, Beschäftigungs-, Sport- und Pausenbereiche geschaffen werden können.

Für Bewohner, denen es aufgrund der Spezifik ihrer Behinderung nicht möglich ist, einer externen Beschäftigung/Arbeit nachzugehen, bieten wir eine hausinterne Tagesstruktur an. Ziel der Tagesstruktur ist es unsere Bewohner dahingehend zu fördern, dass es dem Ein oder Anderen perspektivisch möglich wird, einer hausexternen Tagesbeschäftigung nachzugehen. Die Teilnehmer der Tagestruktur beschäftigen sich unter Anderem mit handwerklichen (einfache Holzverarbeitung), gärtnerischen (Bewirtschaftung eines Gartens und Gewächshauses) und hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Inhalt und Umfang der Aufgaben sind individuell abgestimmt und werden fortlaufend auf das Niveau jedes Einzelnen angepasst.

Um unseren Bewohnern ein in ihrem Rahmen selbstbestimmtes Leben und ein Optimum an Lebensqualität zu ermöglichen müssen sowohl die Betreuung, als auch die Förderung darauf ausgerichtet sein, Selbstständigkeit in allen Lebensbereichen zu verbessern.

Dazu ist eine multiprofessionelle Arbeit nach autismusspezifischen Methoden wie z.B. TEACCH-Ansatz, Affolter, Pecs und ABA  unablässlich. Da Menschen mit autistischer Behinderung Schwierigkeiten haben, sich in Raum und Zeit zu Recht zu finden, ist ein überschaubarer Lebensraum unabdingbar: klar strukturierte Tagesabläufe, visuelle Strukturierungshilfen (Raum, Zeit, Material), Anleitung und intensive Assistenz durch fachkompetente Mitarbeiter sind dafür Grundvoraussetzung.

Im Vordergrund unserer Arbeit steht eine Denkweise, Autismus als eine andere Art des Denken, Fühlens und Handelns zu verstehen, wobei unser Auftrag darin besteht, die Umwelt an die individuellen Besonderheiten unserer Bewohner anzupassen - nicht umgekehrt.

Ansprechpartner

Herr Alexander Lietzke
Telefon: 0331 730-9021
Fax: 0331 730-9022

 

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